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Was hat Benimm mit einer halben Zitrone zu tun?

© belamy - Fotolia.com


Was Hänschen nicht lernt...

...lernt Hans nimmermehr!

Leider ist dieser Spruch wahr und ich habe das Gefühl, dass sich das gute Benehmen und die Wertschätzung in den nächsten Jahren völlig verabschiedet.

Ein kurzer Ausflug am Wochenende in den Rheingau hat mir gezeigt, das gutes Benehmen nichts mit dem Alter zu tun hat. Im Gegenteil - es zieht sich durch alle Altersgruppen und Gesellschaftsschichten.

Natürlich würde kaum einer dieser Personen, die ich so erleben durfte, die Einsicht besitzen, dass ihnen der Benimm völlig abhanden gekommen ist.

Man glaubt tatsächlich mit einem Louis Vuitton Täschchen und einen Polo Hemd von Ralph Lauren hat man das gute Benehmen mit gekauft.

Wer nun glaubt, dass es in einem 5 Sterne Hotel wenigsten das Personal von der Pike auf gelernt hat - Fehlanzeige! Und als Krönung meines Ausfluges habe ich mich noch vom Winzer beschimpfen lassen müssen, das ich Wein kaufen wollte!

Aber erst mal der Reihe nach...   ;-)

Das Wetter im Rhein-Main-Gebiet hat am Sonntag (19.06.2016) eine gute Figur gemacht und genau deshalb entschloss ich mich in den Rheingau zu fahren.
Schnell meine Freundin angerufen und schon saßen wir in der Limousine Richtung Eltville. Von Frankfurt aus wunderbar über die Autobahn zu erreichen und der Gedanke an ein Stück Kuchen und eine Tasse Kaffee, ließ die Autofahrt wie im Fluge vergehen.
Auf dem Hotelparkplatz angekommen musste man sich schon mit der Rücksichtslosigkeit einiger Autobesitz abfinden.
Warum für andere einen Parkplatz frei lassen, wenn man doch bequem zwei Parkplätze belegen kann.
So kurvten wir etwas auf dem Parkdeck umher.

Parkplatz gefunden - die Treppen nach oben geeilt und mit den High Heels über das Kopfsteinpflaster geschwebt und schon standen wir in der Lobby des Hotels. Unser Ziel war die große Terrasse mit Blick auf den Rhein.

Die Tische waren nicht oder nur dort eingedeckt, wo bereits Gäste saßen.

Also musste ich den Service erst bitten, doch so freundlich zu sein, einen Tisch unserer Wahl für uns einzudecken.
Dies war schon für den Service ein Zumutung, denn das Augenrollen ist mir nicht entgangen.
Nachdem wir dann unseren Kaffee und Kuchen bestellt hatten, warteten wir geduldig auf das was da kommt!

Der Kaffee kam zuerst - lieblos hingestellt entfernte sich der Service gleich wieder. Meine Anmerkung, dass mir der Zucker fehle wurde keine Beachtung geschenkt.
Wahrscheinlich wollte man mir damit einen versteckten Hinweis geben mich doch gesünder zu ernähren.

Nun kam der Kuchen! Frisch aufgetaut und kalt serviert brachte ich meinen Wunsch nach Zucker noch einmal zum Ausdruck.
Dieser kam dann in einem kleinem Windlichtglas, wohl auch etwas nass geworden und ohne Zuckerlöffel.

Zwischenzeitlich hatten wir auch eine Flasche Mineralwasser und zwei Gläser gerodet. Diese wurde uns zeitnah von einem Auszubildenden gebracht. Er stellt uns zwei Gläser hin, öffnete das Wasser, schenkte ein und wollte gehen.

Ich nenne viele 5 Sterne Hotels mein Wohnzimmer, da ich beruflich dort häufig anzutreffen bin und kenne es nicht anderes, als das in einem Glas,was für Mineralwasser vorgesehen ist, ein kleine Scheibe Zitrone liegt.

Ich bat also formvollendet um etwas Zitrone für unser Mineralwasser. Der schüchterne Auszubildende ging weg und kam nach wenigen Minuten mit einer HALBEN  Zitrone wieder!!

Nun fragte ich, was er denkt, wie wir das nun handhaben sollen?

Völlig verunsichert und ohne eine eigene Idee, half ich ihm auf die Sprünge. Er ging wieder, kam zurück und hatte kleine Scheiben geschnitten...doch was war das? Wo war die Zange oder die Gabel zum einlegen in das Glas?

Wieder eine Nachfrage an den jungen Mann, der zielstrebig die Terrasse verließ um was zu holen??

Eine Gastro Zitronenpresse war das Ergebnis! Nun war ich an einem Punkt, die mir nur noch ein müdes Lächeln
und die Worte  - Bitte eine Gabel -  entlockten.

Schon ging es zum nächsten Fauxpas!

In einem gemütlichen Restaurant angekommen haben wir schnell einen schönen Platz auf der Terrasse gefunden und uns mit der Speisekarte beschäftigt. Der Wein und die Speisen war schnell ausgesucht und schon kam das nächste Unheil an unseren Tisch.

Ein Paar im Alter von 60zig Plus setzten sich ohne langes Fragen auf die freien Stühle. Nachdem auch sie die Speisekarte gesichtet hatten und er mir seine Speisekarte in meine Distanzzone legte, kam der Service. Er wollte sofort mit der Bestellung loslegen aber hier habe ich dann doch mal gezeigt, das man doch den Gästen, die zuerst am Tisch waren, den Vortritt lässt. Natürlich immer freundlich und souverän.
Unsere Bestellung ließ nicht lange auf sich warten und schon standen unsere Speisen auf dem Tisch. Meine Freundin lächelte die Nachbarin an und sagte...Ihr Essen kommt sicherlich auch gleich. Also netter Small Talk und als Antwort kam ein schnippisches...wir können warten!

Mein ERSTER Eindruck von diesem Paar hatte sich schnell bestätigt und daran änderte auch die Louis Vuitton Tasche und das Hemd von Ralph Lauren ihres Mannes nichts mehr.
Als ob ich es geahnt hätte sollte das nicht die einzige nette Begebenheit mit diesem Paar werden.

Nun bekamen sie ihre Speisen - Er hatte einen Matjes auf Brot und sie einen Spundekäs.
Er blickte auf ihren Teller und sagte - obwohl wir bereits seit einigen Minuten am essen waren  - Dein Spundekäs sieht aus, als ob er den Durchfall gehabt hätte!!

Ein tiefes Atmen und einen Augenaufschlag von mir veranlasste zumindest sie dazu ihn zu rügen. Er - Null Reaktion!

Nachdem sie ihre Speisen verzerrt hatten und der Nachbartisch frei wurde, setzten sie sich um. Vollmundig kündigten sie ihr Vorhaben mit den Worten - Das hat nicht mit Ihnen zu tun, sondern mit der Aussicht - an.
Die Aussicht ist wirklich toll und ich kann diesen Wunsch durchaus nachvollziehen.
Was ich nicht nachvollziehen kann ist, das man uns die leere Wasserflasche und die schmutzigen Teller und Servierten einfach so am Tisch liegen ließ.
Hier hätte es sich gehört, den Service zu bitten, dies vor dem Umsetzen zu entfernen. Aber was habe ich nach der Einführung noch erwartet?
Das Paar genoss die Aussicht...wir auch!! .-)

Nun zahlte das Paar und ich konnte mir beim vorbei gehen nicht verkneifen zu fragen, ob sie denn auch das Wasser (leere Flasche stand immer noch auf unserem Tisch) bezahlt haben.

Hui..nun habe ich ins Wespennest gestochen! Ertappt holten sie ihren Kassenbon raus um erstmal selbst zu schauen, sie waren sich nicht mal mehr sicher.
Ich schickte ein liebes aber deutliches LEBEN SIE WOHL - hinterher.

Nun genossen wir noch die freie Sicht und tanken unseren Wein und Kaffee um uns dann noch im Verkaufsraum des Winzers umzusehnen.

Unsere Begeisterung für den tollen Wein und Sekt (Spätburgunder und Winzersekt Rosè) bekam gleich einen Dämpfer.
Der Besitzer war über unseren Einkauf wenig erfreut. Ich zahlte gerade noch noch mit den letzten Euro bar und meine Freundin musste ihr EC Card bemühen.
Es kam wie es kommen musste!! Der Karten Terminal schaffte die Verbindung nicht und brach drei Mal ab!
Nun baute sich der Winzer vor uns auf und schimpfte laut im Verkaufsraum umher. Das Gerät würde ihm seine Zeit stehlen und er hätte auch ein Leben. Immer dieses bezahlen mit  EC Card. Er will das nicht mehr und man sollte gefälligst BARES dabei haben...
So kam meine Freundin in Not und entschuldigte sich bei ihm.

Ich nicht! Ich sagte...Wir haben Ihre guten Weine und Speisen genossen. Haben die Rechnung bezahlt, ein angemessenes Trinkgeld geben, waren höflich und angenehme Gäste mit dem Ziel, ihr Restaurant weiter zu empfehlen. Gewillt ihren Wein zu kaufen und nun meinen Sie, Sie müssten uns Ihre schlechte Laune vorrühren?
Ich denke, Sie sollten mal darüber nachdenken!

Seiner Frau war es peinlich - Ihm nicht!

Und die Moral von dieser Geschichte - die auf wahren Begebenheiten beruht - Benimm ist nicht IN!!

Vielleicht haben Sie auch schon so nette Geschichten erlebt!

Schreiben Sie mir...

Herzliche Grüße

Ihre

Heike Henke

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